Fussballboom durch die EM 2024? – DFB-Präsident Reinhard Grindel erwartet starken Zulauf

Reinhard Grindel
Foto: Steffen Prößdorf / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Auch wenn die EM 2024 noch in weiter Ferne ist, spielt das Turnier dennoch eine wichtige Rolle in der Planung des Deutschen Fussball-Bunds. DFB-Präsident Reinhard Grindel erhofft sich von der Heim-EM in knapp fünf Jahren viel, allen voran einen neuen Fussballboom im Nachwuchsbereich, ähnlich wie zur WM 2006.

Nach dem Vorbild von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich auch Reinhard Grindel mit einer Neujahrsbotschaft zu Wort gemeldet. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gab auf der offiziellen Webseite des Verbandes einen Ausblick auf das Jahr 2019, in dem sich vor allem die A-Nationalmannschaft besser präsentieren soll als 2018 mit dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 und dem Abstieg in der Nations League.

Aber auch in längerfristiger Hinsicht sieht Grindel in 2019 ein richtungsweisendes Jahr. So gilt es laut dem DFB-Präsidenten auch schon viele Weichen mit Blick auf die EM 2024 zu stellen, bei der sich Deutschland als Gastgeber von seiner besten Seite zeigen will.

EM 2024 als “riesige Chance“

Grindel will indes nicht nur dafür sorgen, dass das Turnier selbst ein voller Erfolg wird, sondern auch Vorkehrungen treffen, dass ein damit einhergehender Schwung für den deutschen Fußball genutzt werden kann. So rechnet der 57-Jährige aufgrund der durch die WM 2006 vorhandenen Erfahrungen damit, dass die Europameisterschaft für einen Fußballboom im Land sorgen wird, der einen optimalen Effekt nach sich ziehen soll. “Die EURO 2024 ist auch für unseren Fußball an der Basis eine riesige Chance. Aus der Erfahrung von 2006 wissen wir, dass in keinem Jahr so viele Kinder und Jugendliche begonnen haben, Fußball zu spielen, wie im Jahr der WM im eigenen Land. Diesen Effekt wird es auch 2024 geben, darauf müssen wir vorbereitet sein.“

Grindels Ziele für 2024: Gut ausgebildete Trainer und eine ausreichende Infrastruktur

Unter anderem will Grindel dafür sorgen, dass dann “engagierte und gut ausgebildete Trainer“ ebenso zur Verfügung stehen wie “eine ausreichende Infrastruktur“, worunter der DFB-Präsident vor allem Kunstrasenplätze versteht. Aus diesem Grund plant Grindel im ersten Halbjahr 2019 Gespräche mit den Oberbürgermeistern der zehn Ausrichterstädte der EM 2024, um zu erreichen, dass zumindest ein Teil der durch die Europameisterschaft zur erwartenden, erhöhten Steuereinnahmen zurück in den Fußball fließt.

Viele Hinweise und Ideen, “um für unsere Basis noch bessere Rahmenbedingungen zu schaffen“ verspricht sich Grindel unterdessen auch vom Amateurfußball-Kongress im Februar in Kassel, bei dem führende DFB-Funktionäre mit Vertretern aus Vereinen und Kreisverbänden zusammenkommen. Auf dessen Ergebnisse darf man gespannt sein. Ebenso darauf, ob es Grindel und dem DFB tatsächlich gelingt, die vielerorts im Nachwuchs- und Amateurbereich nicht mehr optimalen Bedingungen zu verbessern.

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